Was ändert sich 2019 im Arbeitsrecht?

Was ändert sich 2019 im Arbeitsrecht?

Die wichtigsten Dinge im Überblick

 

1. Einführung der Brückenteilzeit

2018 war es so, dass Teilzeit außerhalb der Elternzeit noch Unsicherheiten mit sich trug. Seit 1. Januar 2019 ist es Arbeitnehmern (bei Unternehmen mit mindestens 45 Mitarbeitern und mehr als 6 Monaten Beschäftigung im selben Unternehmen) laut Arbeitsrecht gestattet, in befristete Teilzeit zu wechseln und später wieder zur bisherigen Arbeitszeit zurückzukehren. Somit hat der Arbeitnehmer die Chance, seine Arbeitszeit für einen bestimmten Zeitraum zu reduzieren und danach seine volle Stelle wieder aufzunehmen. Der Zeitraum für eine Teilzeit beschränkt sich auf mindestens ein bis maximal fünf Jahre. Lehnt der Arbeitgeber dies ab, muss er beweisen, dass der Arbeitgeber für die Vollzeitstelle ungeeignet ist. Für den Arbeitgeber selbst bedeutet dies einen höheren Planungsaufwand. Weitere Details finden Sie hier.

2. Erhöhung des Mindestlohns

War der Mindestlohn 2015 noch 8,50 € pro Stunde, wird der Mindestlohn 2019 in zwei Schritten angehoben:

  • zum 01.01.2019 auf 9,19 €
  • und zum 01.01.2020 auf 9,35 €.

3. Bezahlung der Krankenversicherung 50:50

Im Jahr 2018 war es noch so, dass Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung, die über 50 % hinausgingen, über einen Zusatzbeitrag finanziert wurden. Dieser wurde allein vom Arbeitgeber gestemmt. Dieser Zusatzbeitrag wird ab 01. Januar 2019 auch zur Hälfte vom Arbeitgeber übernommen. Somit wird der Beitrag gänzlich geteilt und der Arbeitnehmer entlastet.

 

Kontaktieren Sie uns gerne bei verkehrsrechtlichen Fragen.

Telefon: 03375 5171427

 

4. Verlängerte Kündigungsfrist auch für unter 25-Jährige

Bisher war es noch so, dass Beschäftigte, die jünger als 25 Jahre waren, nicht die Berechtigung auf eine verlängerte Kündigungsfrist im Zusammenhang mit der Länge ihres Arbeitsverhältnisses hatten. Laut BGB § 622 Abs. 2 gilt dies ab 2019 für alle Altersklassen. Diese Verlängerung ist günstig für Arbeitnehmer und eine zusätzliche Absicherung.

5. Verstärkte Förderung der berufsbegleitenden Weiterbildung

Bisher war es so, dass sich berufsbegleitende Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote an Arbeitnehmer richtete, die 45 Jahre oder älter waren. Seit dem Qualifizierungschancengesetz, das Ende 2018 auf den Weg gebracht wurde, werden die Angebote ausgebaut. Sie richten sich nun ausdrücklich an solche Arbeitnehmer, deren Arbeit durch Technologien ersetzt werden können – und das ohne Altersbeschränkung. Außerdem betrifft diese Regelung auch Arbeitnehmer, die vom Strukturwandel betroffen sind oder eine berufliche Weiterbildung in einem Engpassberuf ins Auge fassen.

6. Steuerfreie Dienstfahrräder

Dienstfahrräder haben seit dem 01. Januar 2019 keinen geldwerten Vorteil mehr und müssen so nicht mehr versteuert werden. Außerdem werden Elektro- und Hybridfahrzeuge mit 0,5 % statt 1 % versteuert. Diese Änderung soll zum Umdenken auffordern und Unternehmen darauf hinweisen, sich bei Firmenwagen in Richtung Hybrid und Elektro zu orientieren.

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